
Als Barbla Zisler im Jahr 2007 ihr Verkaufsgeschäft schloss, wurde das Ladenlokal im Bernina Vegl frei. Für Renato Longa eröffnete sich damit die Möglichkeit, einen lange gehegten Traum zu verwirklichen: den Schritt in die Selbstständigkeit.
Ursprünglich führte sein beruflicher Weg in eine ganz andere Richtung. Nach seiner Ausbildung zum Sekundarlehrer an der Universität Bern verhinderten gesundheitliche Gründe eine langfristige Tätigkeit im erlernten Beruf.
Der Wunsch, etwas Eigenes aufzubauen, blieb jedoch bestehen. Die Selbstständigkeit war schon immer ein grosses persönliches Ziel.
Nicht die Gastronomie selbst stand dabei am Anfang im Vordergrund, sondern die Chance, einen eigenen Betrieb aufzubauen und Verantwortung für die eigene Zukunft zu übernehmen.
Wie Renato Longa heute mit einem Schmunzeln sagt: «Wenn ich darin eine Existenz gesehen hätte, hätte ich wohl auch auf dem Mond einen Schuhladen eröffnet.»

Die Lage mitten im Dorfzentrum von Samedan bot ideale Voraussetzungen für einen Neuanfang. In unmittelbarer Nähe befinden sich Schulen, zahlreiche Handwerksbetriebe sowie viele Arbeitsplätze. So entstand die Idee, einen Ort zu schaffen, an dem gutes Essen schnell, unkompliziert und zu fairen Preisen angeboten wird. Aus dieser Idee entstand das Pachifig.
Heute umfasst das Angebot verschiedene Döner-Spezialitäten, Falafel, Snacks und Getränke. Ob Schüler in der Mittagspause, Handwerker auf dem Weg zur nächsten Baustelle, Einheimische oder Gäste aus aller Welt – im Pachifig treffen sich Menschen mit den unterschiedlichsten Geschichten. Doch das Pachifig ist mehr als nur ein Ort zum Essen.
Musik gehört seit den ersten Tagen fest zum Charakter des Hauses. Gitarren, Bass, Banjo und Mandoline an den Wänden erinnern daran, dass hier nicht nur gekocht, sondern auch musiziert wird. Immer wieder entstehen spontane Begegnungen und Musikabende, die das Lokal zu einem besonderen Treffpunkt machen.

Der Name «Pachifig» hat seine Wurzeln im Romanischen. Im Oberengadiner Idiom Puter steht «pachific» sinngemäss für Gelassenheit, Ruhe und die Kunst, die Dinge nicht unnötig kompliziert zu machen. Aus diesem Begriff entstand später der Firmenname Pachifig.
Bis heute prägt dieser Gedanke den Alltag im Pachifig – ein Ort für gutes Essen, Begegnungen, Musik und ein Stück gelebte Engadiner Gastfreundschaft.
